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Dienstag, 27. Januar 2009

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

"Die Lehren des Holocaust müssen kommenden Generationen vermittelt werden"
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, 27. Januar 2008
Heute begehen wir den dritten Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. An diesem Tag, der einstimmig von der Generalversammlung festgelegt worden ist, zeigen wir uns mit den Überlebenden des Holocaust und den Familien der Opfer auf der ganzen Welt solidarisch. Denen, die den Holocaust leugnen oder behaupten, dass er übertrieben dargestellt wird, begegnen wir mit unserer Entschlossenheit. Wir gedenken jedes einzelnen unschuldigen Mannes, jeder Frau und jedes Kinds, die von den Nationalsozialisten und ihren Komplizen umgebracht worden sind. Wir beklagen den systematischen Völkermord an einem Drittel der jüdischen Bevölkerung und anderen Minderheiten. Die Welt wird nie erfahren, welche Leistungen sie sonst hätten erbringen können.
Jedoch reicht es nicht aus, der Toten zu gedenken, sie zu ehren und zu betrauern. Wir müssen die jetzige Generation aufklären und uns um sie kümmern. Wir müssen in unseren Kindern ein Gespür für Verantwortung fördern, damit sie eine Gesellschaft aufbauen können, in der die Rechte aller Bürgerinnen und Bürger geschützt und gefördert werden. Wir müssen ihnen Respekt vor Verschiedenheit einprägen, ehe sich Intoleranz entwickeln kann. Wir müssen ihnen den Mut und die Mittel geben, damit sie angesichts von Bedrohungen die richtigen Entscheidungen treffen und entsprechend handeln können.
Dieses Jahr bietet uns eine besondere Möglichkeit dazu, da wir den sechzigsten Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte begehen. Während dieses Jubiläumsjahres wollen die Vereinten Nationen die Idee der „Würde und Gerechtigkeit für alle“ den Menschen auf der ganzen Welt näher bringen. Die Kampagne erinnert uns daran, dass in einer Welt, die noch immer von den Schrecken des Holocaust geprägt ist, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte die erste weltweite Erklärung dessen war, was viele heute als gegeben betrachten: die angeborene Würde und Gleichheit aller Menschen. Lassen Sie uns die Menschenrechte nicht als Selbstverständlichkeit betrachten.
Lassen Sie uns die Menschenrechte aufrechterhalten, sie schützen und verteidigen sowie sicherstellen, dass sie tatsächlich beachtet werden – und sie von jedermann auf der ganzen Welt gekannt, verstanden und gelebt werden. Häufig müssen wir genau die Menschen über die Existenz der Allgemeinen Erklärung in Kenntnis setzen, die den Schutz der Menschenrechte am meisten benötigen. Wir müssen ihnen vermitteln, dass die Erklärung besonders auch für sie existiert. Heute erinnern wir die Menschen weltweit an diese Rechte. Wir gedenken jener, denen auf brutalste Weise in Auschwitz, bei Völkermorden und anderen Gewalttaten ihre Rechte genommen worden sind. Wir geloben, die Lehren aus dem Holocaust in unser Leben aufzunehmen und sie an kommende Generationen weiter zu tragen. An diesem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust sollten wir uns dieser Aufgabe erneut verpflichten.
Quelle: Deutsche Website der Vereinten Nationen; www.unric.org

Ich habe Bergen-Belsen und Ravensbrück besucht und es hat mir das Herz gebrochen, als ich die Grabhügel der Massengräber gesehen und Namen von unzähligen Toten gelesen habe. Namen von Menschen, die genau wie wir Familien hatten, die sie liebten. Die Träume und Wünsche hatten und die einfach nur leben wollten und nicht durften, nur weil sie die "falsche" Nationalität hatten.

Diesen Film sollte Jeder ansehen. Hätte es doch mehr Menschen wie Oskar Schindler gegeben, wieviel Tod und Leid hätte verhindert werden können.

Kommentare:

Uschi hat gesagt…

Hallo Heidi,
ja es war schrecklich und ist schrecklich und in gewisser Weise passiert es - nur in anderen Dimensionen - jeden Tag auf der Welt irgendwo, der größste Feind ist der Glaube und die Macht. Im kleinen Kreis der Familie, im Gazastreifen, dort und hier und überall wo Menschen nicht in Frieden leben können und überall auf der Welt müsste es "Schindlers" geben.
Liebe Grüße
Uschi

Hanna hat gesagt…

Hallo Heidi,
Der Film hat mich damals auch sehr berührt und es war auch ganz still im Kinosaal. In den Vernichtungslagern war ich noch nie, aber in Boston ist ein sehr berührendes Holocaustdenkmal, das besuchen wir immer, wenn wir dort sind. Man geht in einem Nebel und liest seitlich auf Glasplatten die unzähligen Namen der Toten und einige sehr zu Herzen gehende Berichte - wir alle können nur hoffen daß so etwas nie wieder geschieht -
liebe Grüße
Hanna

Herzblatt hat gesagt…

Ich habe den Film auch gesehen und saß noch Minuten nach dem Ende völlig geschockt und weinend vor dem Fernseher....
Hast Du von dem englischen Bischof Williamson gehört, der den Holocaust leugnet?
Schau mal hier drunter:

http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::440092&hxmain_category=::pjsub:%3Aopinio::/politik___gesellschaft


Sorry, ist leider eine lange Adresse, aber lesenswert! Habe gestern darüber einen Bericht im Fernsehen gesehen und erfahren, dass der Papst diesen Bischof erst vor zwei Tagen wieder in sein Amt als Bischof eingesetzt hat....unfassbar!!!
Ich habe innerhalb meines Studiums sehr viel über den Nationalsozialismus gearbeitet, vor allem über Jugendwiderstand (wie die "Weiße Rose") im "Dritten Reich".

LG,
Iris